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Gebrauchsanweisung


Diese Gebrauchsanweisung habe ich seit der Wällerzucht, den neuen Hundebesitzern mitgegeben. Ich finde, da ist alles drin. Komm, Sitz, Platz, Bleib lernt ihr am besten in der Hundeschule


 

Euer Hund stammt aus dem Hause Am Thie 15
Vater ist Timmi
Mutter ist Gina, Lulu, Peppina oder Emma


wenn ihr hier aufmerksam lest und es liebevoll und konsequent umsetzt, dann kann eigentlich nichts schief gehen


Hundeerziehung ist Selbsterziehung!


Ihr Hund ist ein Tier das man als Partner erziehen muss, man sollte seine Persönlichkeit respektieren, darf also nie versuchen, ihn zu brechen. Man sollte sich in ihn hinein versetzen und nötigenfalls etwas früher als er wissen, was er als nächstes vorhat.

Sie sollten also lernen ihn stets zu beobachten und sein Verhalten zu analysieren (das tut er mit Ihnen den ganzen Tag) Er hat einen starken Charakter, zeigen Sie ebenfalls Persönlichkeit. Ist er dickköpfig, müssen Sie noch dickköpfiger sein.


Konsequenz ist ein muss!


Das heißt aber nicht, dass Sie ständig streng mit ihm umgehen.

Im Gegenteil: Hund und Mensch soll das Miteinander vor allem Freude machen. Wir wollen keinen geduckten Hund.

Was Sie brauchen ist eine Art lockere Souveränität, Klarheit im Umgang, Selbstkritik und Selbstvertrauen – und viel Humor!!!

 

(das gleiche, wie bei Kindern, ist ja toll :-))


Sie sind der BOSS


Bei der Hundeerziehung kann man eine Menge lernen, besonders über sich selbst.


Damit der Hund weiß, wie er sich verhalten soll, müssen Sie sich zuerst klar machen, was Sie eigentlich wollen.


Z.B.:

Der Hund klettert auf das Sofa. Darf er das oder nicht?

Er darf es nur mit sauberen Pfoten, nicht bei Regenwetter...?

Vergessen Sie 's! Entweder, oder!


Ist der Hund erwachsen und gut erzogen, haben Sie in seiner Jugend einen klaren roten Faden vorgegeben, kann man später auch Sonderregeln einführen. Für den Welpen und Junghund steht aber Eindeutigkeit auf dem Programm.

Im Wolfsrudel sind Samthandschuhe unbekannt.

Im richtigen Moment angewandte Strenge, nimmt Ihnen Ihr Hund nicht übel – im Gegenteil: In seinen Augen festigen Sie Ihren Stammplatz ganz oben in der Hierarchie. Wenn Probleme mit der Unterordnung auftreten, dann meistens, weil die Dominanzbestrebung des Hundes schon im Welpenalter nicht bemerkt und aus der Welt geschafft wurden. Sie dürfen nicht erst dann handeln, wenn Ihnen der Hund über den Kopf gewachsen ist. Von Welpenbeinen an muss er wissen, dass Meuterei nicht geduldet wird!


LOB und TADEL


Anfangs muss der Welpen erst mal das Lernen lernen


Wichtig für das üben: Hören Sie dann auf, wenn der Hund es gerade richtig macht, überspannen Sie den Bogen nie so lange, bis er sich nicht mehr konzentrieren kann.

Der Vierbeiner muß mit einem Erfolgserlebnis aus der Übung gehen.


(Ach würden wir doch auch so liebevoll und achtsam mit unseren Kids umgehen, wenn wir sie zur Schule schicken ;-)


Der Hund lernt:

Gehorchen ist schön, ich werde gekrault, durch freundliche Worte gelobt und hin und wieder gibt ’s auch ein Leckerli.


nicht gehorchen, ist nicht schön, ich werde durch strenge Blicke und harte Worte bestraft. Wenn ich auf frischer Tat ertappt wurde


Der Welpe kann eine verspätete Strafe nicht mit der Tat verknüpfen


Was ein Welpe lernen muss


  • die Stubenreinheit

  • das Allein-bleiben

  • das „Komm“ immer belohnt wird

  • das Sitz belohnt wird

  • dass es schön ist an der Leine zu laufen

  • dass Anspringen nicht erwünscht ist

  • dass er im Spiel nicht zubeißen darf

  • dass man Herrchen und Frauchen vertrauen kann

  • dass Herrchen und Frauchen der Mittelpunkt der Welt sind!

 

Kind und Hund


Der Ruf von kinderfreundlichen Hunden setzt auch immer hundefreundliche Kinder voraus!


Im gleichen Maß wie der Hund muß auch ein Kind, das bis jetzt noch nicht mit einem Vierbeiner zusammengelebt hat, Regeln lernen und Grenzen akzeptieren.


Für einen Hund steht auch bei aller freundschaftlichen Verbundenheit ein Menschenwelpe recht weit unten in der Familienrangfolge. Unfälle mit Kindern können dann passieren, wenn diese ihre Kompetenz überschreiten, unbeabsichtigt Machtkämpfe herausfordern und der Hund mit seinen Mitteln – den Zähnen- die Rangfolge neu zu ordnen versucht. Das letzte Wort in der Hundeerziehung hat daher immer der erwachsene Alpha-Mensch.



Stubenreinheit:


etwa 5 bis 20 Minuten nach dem Schlafen, Essen und Spielen wird der Hund sein Geschäft verrichten



Niemals schimpfen, wenn Sie es erst später entdecken, dass der Kleine ins Haus gemacht hat.



Die ersten Nächte


Ihr Welpe war noch nie in seinem kurzem Leben ganz allein.

Ständig waren seine Geschwister und seine Mutter in der Nähe. Allein zu sein ist für ein soziales Tier wie den Hund eine mittlere Katastrophe! In den ersten Nächten, bis der Trennungsschmerz vorbei ist, sollten Sie auf keinen Fall(!) den Welpen für sich allein irgendwo die Nacht verbringen lassen. Er wird Sie mit jämmerlichen Gebrüll herbei zu rufen versuchen, weil er wirklich leidet.

Alles was der Welpe bisher gekannt hat, fehlt ihm plötzlich.

Um stabil zu werden, muß der Welpe Ihre Nähe erleben – optimal ist ein Schlafplatz im Schlafzimmer


Lassen Sie ihn jetzt nicht allein!


Diese Geste knüpft ein enges Band des Vertrauens



Die Welt entdecken


In den ersten Wochen und Monaten sollte der Welpe mit Ihnen eine regelrechtes Programm durchlaufen, damit er die große weite Welt kennenlernt und sich nicht nur in seinem goldenen Käfig sicher fühlt.


Dazu gehören:


  • Besuch bei Freunden

  • Mitnehmen in die Stadt

  • Autofahrten

  • Einladen von Bekannten unterschiedlichen Alter

    und Geschlechts

  • Geräusche von Lkw, Bus, Motorrad, Fahrräder (Klingeln) …

  •       
  •                                       Gegenstände, wie Gehstock, Regenschrim, Gehhilfen (Rollator)...
  • Rasenmäher

  • Welpen-Spielstunden

  • Bus- und Bahnfahrten, Fahrstuhl ...

  • Restaurant-Besuche

  • Zoobesuch und Stadtpark (ganz toll)

  • Bekanntschaften mit Briefträger und Tierarzt

  • andere Haustiere


Die Teilnahme an sogenannten Welpen-Spielstunden und später der Hundeschule empfehle ich ausdrücklich. Eine gute Sozialisation und das Lernen des richtigen Umgangs mit Artgenossen ist die Zeit bis etwa 17. Woche von unschätzbarem Wert!

Suchen Sie Kontakt zu anderen Hunden und erfreuen Sie sich an ausgiebigen Spielstunden.



Umgang mit der Angst


wichtig bei der Konfrontation mit Neuem:


Dass Welpen Vorsicht walten lassen und nicht heldenhaft auf alles Neue zu stürmen, ist normal und sinnvoll. Unbekanntes ist auch immer potentiell gefährlich, darum muss der Hund erst alles abschätzen dürfen.

Lassen Sie ihm Zeit! Viele Welpen reagieren ängstlich in ihnen unbekannten Situationen. Das Überqueren einer Straße oder Brücke ist ihnen unheimlich. Machen Sie nicht das, was nahe liegt:

  • trösten oder kraulen Sie den Hund nicht, sondern sagen Sie souverän und bestimmt „ Komm, es ist alles okay!“

  • Das mitleidige Trösten verunsichert den Hund noch mehr und bestärkt ihn in seiner Angst, wir belohnen ihn sogar unbewusst dafür.

Als Rudelführer sollten Sie Ihrem Hund zeigen, dass Angst unnötig ist und gehen ihm mit gutem Beispiel souverän voran in die „Gefahr“.


In jedem Spiel steckt eine Portion Ernst!


Spielmöglichkeiten:


  • Vertrauen aufbauen: mit dem Hund unter einer Decke durch kriechen (niemals erschrecken oder zwingen)

  • Spielzeug unter einer Decke verstecken und suchen lassen

  • Versteck spielen, Ziel: der Hund soll aufpassen, wo Sie sind, nicht andersherum. Verhindert zu große Eigeninitiative, verstärkt die Bindung

  • Apportieren: das schönste Tauschgeschäft der Welt, z.B. Ball gegen Leckerli. Beim Welpen: Ball nur 2-3 Meter rollen lassen, bringt er ihn von selbst, rufen Sie ihn mit „Bring 's“ - Überschwenglich loben.

  • Bringt er ihn nicht, laufen Sie in die entgegengesetzte Richtung, er wird ihnen mit aller Wahrscheinlichkeit folgen. Niemals sollten Sie sich auf ein „Fang-mich-doch“ des Hundes einlassen.

    Auf ein „Aus!“ MUSS er den Gegenstand immer hergeben, er erhält dafür ein Leckerli und jede Menge Lob.


usw.


Alle Spiele werden vom Menschen begonnen und beendet!



Auto-Fahren


Manche Welpen fahren von Anfang an gern Auto, andere empfinden es als sehr unangenehm. Während der Welpe bei der Abholung vom Züchter und den ersten Übungsfahrten am sichersten auf dem Schoß des Beifahrers aufgehoben ist, sollte er schon bald mit seinem zukünftigen Platz vertraut gemacht werden.

Damit der Welpe lernt, dass ihm keine Gefahr droht, sollte er OHNE, dass der Wagen angelassen wird oder eine Fahrt stattfindet, auf den vorgesehenen Platz gesetzt werden


  • lassen Sie ihn in Ruhe alles beschnuppern

  • loben Sie ihn

  • muntern Sie ihn mit einem Spielzeug auf

  • oder füttern Sie ihn im Wagen

  • lassen Sie ihn nicht allein raus springen



DAS DARF ER NICHT!


  • Kabel anknabbern

  • Staniolpapier und Kunststoffteilchen verschlucken

  • Fahrradfahrer und Autos jagen

  • im Wald durchs Unterholz laufen

  • Wild hetzen und Katzen jagen

  • sich am Mülleimer bedienen

  • rohes Fleisch, besonders Schwein, fressen!

  • Geflügelknochen (splittern)

  • Knurren, wenn man an seinen Futternapf geht

  • Knurren, wenn er gekämmt wird (frisiert)

  • Knurren, wenn man sich zu ihm auf das Sofa setzt

  • Gewaltmärsche im ersten Lebensjahr

  • am Fahrrad oder am Pferd laufen, im ersten Lebensjahr

  • Treppensteigen im ersten Lebensjahr

  • bei Begegnungen mit anderen Hunden auf

    den Arm genommen werden

  • bei ängstlichem Verhalten, getätschelt und getröstet werden – verstärkt die Angst!

  • Beschimpft werden, wenn er in Ihrer Abwesenheit in die Wohnung gemacht hat

  • wilde Springspiele machen (die Gelenke sind noch

    zu empfindlich)

  • Rufen Sie bei Begegnungen mit anderen Hunden nicht deren Besitzern auf Entfernung etwas zu, wie z.B. „das ist eine Hündin“ o.ä., ihr Hund wird versuchen Sie zu imitieren und andere Hunde in Zukunft schon von weitem anbellen.

 

 

Dominanz

 

In der Regel wird erst bei offen aggresivem Verhalten des Hundes erkannt, dass etwas schief gelaufen ist.

Doch meist hat dieses Verhalten eine Vorgeschichte, in der der Hund schleichend gelernt hat, seine menschlichen Rudelmitglieder als nicht mehr überlegen anzusehen.

Durch Nichtbeachtung der Regeln zum alltäglichen Umgang haben sich die Menschen in den Augen des Hundes als Leitfigur nicht bewährt. Der Hund testet aus, wieweit er sich hocharbeiten kann, um eine höhere Rangposition zu erhalten. Die Anfangsstadien der schleichenden Machtübernahme verlaufen meist harmlos, dass den Besitzer nichts auffällt, oder sie das, was ihnen auffällt, als nicht weiter schlimm betrachten. Wichtig ist, sie zu erkennen und richtig darauf zu reagieren.

 

Nun könnte man denken, ja, bei einem großen Hund, aber diese kleinen Süßen sind doch nicht so.

Ich glaube, genau dieses Denken provoziert genau so ein Verhalten des Hundes. Wenn man nur mal daran denkt, was es so im Fernsehen zu sehen gibt. Da liegt so´n kleiner Hund auf dem Sofa und lässt Frauchen und Herrchen nicht drauf, sondern knurrt. Darum habe ich mir gedacht, dieser Teil kommt hier auf jeden Fall auch mit rein. Besonders da sich manche fragen, wie zeigt sich Dominanz beim Hund und wann muss ich eingreifen, bzw. was darf ich noch mal übersehen?


Ein dominanter Hund reagiert häufig mit:

- knurren                     

- Zähne fletschen        

- in die Luft schnappen

wenn er angefasst wird, beim Fressen gestört wird, bei der Ausbildung mit den Händen korrigiert wird oder bei der Fellpflege

 

Außerdem:

 

- das Nichtbefolgen von Befehlen                                               

- das Sträuben gegen ein Auf-den-Rücken-drehen                     

- das ständige zerren an der Leine                                              

- die Weigerung, den Platz zu verlassen, an dem er gerade liegt

- das Vorpreschen durch Türen                                                  

- das aggressive Verhalten gegenüber anderer Hunde                

- das nachdrückliche Einfordern von Aufmerksamkeit                 

- die Bestzung strategisch wichtiger Plätze in der Wohnung       

(z.B. Flur, Treppenabsatz)                                                     

- das Bestreben, möglichst erhöht zu liegen                              

(Sofa, Bett, Tisch, Fensterbank)                                            

         - bei Rüden, ständiges Markieren und                                                

- wenn er, nachdem er gerufen wurde, demonstrativ noch         

einmal markiert, bevor er gehorcht                                         

- das Nichthergeben von Gegenständen, auch Spielzeug         

           

                dier ersten guten, alltäglich einzubringenden Dominanzübungen sind wohl:

der Hund frißt erst, wenn ich fertig bin mit dem Napfhinstellen und "Geraderücken" und dann muß ich mich daran ja erstmal selbst satt essen (mit der Hand)

wenn ich fertig bin, geh ich vom Napf weg und muddel weiter in der Küche (oder so)

kommt es mir in den Kopf, dass ich das Futter wiederhaben will, dann nehm ich es mir und er hat respektvoll Abstand zu nehmen und es herzugeben


ausserdem betreibe ich Körperpflege, bürsten, Pfoten anschauen, Bauch untersuchen, ob alles Fell da ist, wo es sein soll und nochmal nachbürsten, evtl mit der Schere mal ne Klette weg schneiden

Wenn der Havaneser älter wird, kommt es ca drei bis vier Mal im Jahr vor, dass das Fell richtig durchgegangen werden muss, nicht nur kurz, es kann auch mal eine Stunde dauern. Wenn er mich da anknurrt und nach mir schnappt, wie soll das gehen?              


Neben der aktiven, gibt es aber auch die passive Dominanz


- soll der Hund den Fernsehsessel räumen, dreht er sich wohlig

brummend auf den Rücken und verlangt Streicheleinheiten

- wird von ihm "Platz" verlangt, umgeht er das Komande mit     

Pfötchen geben

- kommt zwar auf Zuruf angelaufen, dreht aber zunächst noch

einige Kapriolen      


Solche Hunde bringen ihre Besitzer zwar nicht in Gefahr, weil sie nicht aggressiv sind, wickeln aber mir ihrem Charme alle um den Finger und bestimmen so, wo es langgeht. Das Verhalten wird oft belächelt und besonders lustig gefunden. Dabei wird aber vergessen, dass Erziehung und Gehorsam für den Hund lebensrettend sein kann.

 

Das ist zu tun:

- gehen Sie nicht auf seine Kontaktaufforderung zum Spielen ein

- jede Kontaktaufnahme geht von Ihnen aus, nicht andersherum 

- keine Zerrspiele mehr                                                                

- sämtliches Spielzeug weg räumen                                            

- grundsätzlich beenden Sie das Spiel                                       

- tägliche Körperpflege, auch wenn es nicht nötig ist                 

- kraulen Sie ihm nicht: Bauch und Brust                                  

sondern: Nacken, Rücken und Läufe                             

- alle erhöhten Liegeplätze sind tabu. Notfalls in                       

einen Bench oder Karton                                                                                                                             

- er darf weder im Bett, noch im Schlafzimmer überhaupt         

schlafen                                                                                                                                                                                       

- liegt er Ihnen im Weg, fordern Sie ihn auf, Platz zu machen   

- täglich 5 bis 10 Minuten kleine Erziehungsübungen               

- gehen Sie bei Türen, Treppen, schmalen Durchgängen       

grundsätzlich voraus              



das ist dein Ziel

                                                                                   

So wichtig es ist, das du der Boss bist und bleibst, so bedeutet es jedoch nicht, in allen Schwierigkeiten gleich ein Dominanzproblem zu haben. Einzelne Verhaltensweisen allein bestimmen nicht, wie der Hund seine Position einschätzt, sondern die Gesamtheit seines Verhaltens.



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